Historische Weihnachtskrippe
in der kath. Pfarrkirche St.Bartolomäus Kell am See

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Öffnungszeiten ab 1. Dezember 2013 bis 6. Januar 2014 täglich 14:00 bis 17:00 Uhr


Anbetung
der Heiligen Drei Könige
 

Vermählung


Teil der restaurierten Historischen Weihnachtskrippe

  

Die Historische Weihnachtskrippe...

...ist nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Keller Weihnachtskrippe geht auf den krippenbegeisterten Jakob Reischig (geb. 1843 in Kapellen-Stolzenfels bei Koblenz) zurück, der Kontakte zu Tiroler Bildschnitzern hatte. Um 1870 begann Jakob Reischig sein Krippenwerk und arbeitete fast fünfzig Jahre lang daran. Nach zehn Jahren war seine Krippenlandschaft schon so umfangreich, dass er sie im großen Saal des damaligen Hotels Lahneck in Kapellen-Stolzenfels zur Besichtigung ausstellen konnte. Nach der Kapellener Schulchronik zog die Weihnachtskrippe viele Menschen an, die mit der elektrischen Bahn und mit dem Schiff ankamen, so dass in der Weihnachtszeit ein Verkehr wie im Sommer herrschte. 

Nach dem Tode von Jakob Reischig gab es Probleme mit der komplizierten Aufstellung im Hotel Lahneck und so kam die Krippe nach Bad Bertrich, wo sein Sohn Maximilian in das Hotel Dhein eingeheiratet hatte. Nach dessen Tod fand sich niemand, der sich um die inzwischen auf Hunderte von holzgeschnitzten Figuren angewachsene Weihnachtskrippe bekümmerte, und so verkaufte die Witwe den größeren Teil der Krippe an den Keller Pastor Nikolaus Weber, der kleinere Teil soll in die Eifel gegangen sein. Seit Weihnachten 1926 wird die Weihnachtskrippe im Schiff der kath. Kirche St. Bartholomäus in Kell am See und seit 1957 in einem eigens dafür hergerichteten, aber weniger geeigneten Dachraum über der Sakristei ausgestellt. Auch die Krippenlandschaft und die Figuren hatten stark gelitten. 

So war es sehr lobenswert, dass sich Anfang des Jahres 2005 tatkräftige Männer zusammenfanden, um die wertvolle Historische Weihnachtkrippe von Grund auf zu restaurieren. Nach Einlagerung der Holzfiguren und dem Abbau der gesamten Krippenanlage konnte erst der schlechte Zustand und die großen Schäden erkannt werden. Holzwürmer, Fäulnis und der marode Krippenraum im Dachgeschoss über der Sakristei haben die Restauratoren vor große Aufgaben gestellt. Das handwerkliche Geschick der aus verschiedenen Berufszweigen stammenden ehrenamtlichen Mitarbeiter sollte sich auszahlen.

Der gesamte Raum wurde verändert, die Dachflächen neu isoliert und eine neue Decke eingezogen, zusätzlich auch ein Heizkörper eingebaut, die den beaufsichtigenden Personen und den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen wird. Bei den Krippenbauten musste einiges ganz neu hergestellt werden, da eine Renovierung nicht mehr möglich war – zum Beispiel der Stall von Bethlehem, das Rathaus und andere Gebäude.

Die malerische Gesamtgestaltung der Krippenlandschaft und Gebäude oblag den beiden Malermeistern Hans und Andreas Backes während Katharina Backes für die Buntglasarbeiten zuständig war. Die elektrischen Anlagen wurden von Meister Werner Lehnen instandgesetzt und ausgebessert, während die übrigen Helfer (Michael Geisen, Werner Herpel, Peter und Winfried Klaeser, Werner Laux, Werner Lehnen, Winfried Lehnen, Herbert Willems und Burkhard Wagner) vor allen mit den Schreiner- und sonstigen Arbeiten betraut waren. Insgesamt wurden für diese Arbeiten rund 6.000 € an Materialkosten aufgewandt.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass der Heimat- und Kulturverein die bei den Weihnachtsmärkten 1991 bis 1999 erwirtschafteten Reinerlöse in Höhe von rund 12.000 DM für die fachgerechte Behandlung der Holzfiguren durch einen Restaurator aus Ottweiler zur Verfügung gestellt hat. 

Ein Postkarten-Leporello...

...hat Jürgen Küster von der neugestalteten Historischen Weihnachtskrippe ehrenamtlich hergestellt. Die mehrfach gefalteten, in sehr schönen Farben gehaltenen Postkartenteile stellen die Krippenlandschaft in ihrer gesamten Abwicklung dar. Das Postkartenwerk kann während des Krippenbesuches erworben werden. Den Teil mit dem Stall zu Bethlehem haben wir oben abgebildet.


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(c) Dittmar Lauer,  letzte Änderung:  14.11.2013